festliches Wurzelgemüse, Weihnachtskarpfen und mehr – Mein diesjähriges Weihnachtsmenü



Nur noch wenige Tage bis zum großen Fest. Bis alle endlich mal wieder an einem Tisch sitzen, Familie und Freunde zu Besuch kommen um die guten Zeiten zu feiern.

Sich besinnen. Dankbar sein. Seine Liebsten umarmen. Herzen. Lieder singen. Kerzerl anzünden. Der Duft von Tannenreisig. Aus der Küche leise Klänge von brodelnden Töpfen. Weihnachten, so lieb ich es.

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Ich bin ein großer Weihnachtsfan, schon seit eh und je. Doch heuer, heuer glaube ich toppt es jedes bisherige Fest. Das erste Weihnachten als Familie, mit unserer kleinen Tochter Stella. Mit ihren 7 Monaten wird sie zwar nicht alles so wahrnehmen, doch sie wird unsere Freude spüren, es genießen ihre Liebsten um sich zu haben, die festliche Beleuchtung, den Tannenbaum entdecken, der plötzlich in unserem Wohnzimmer stehen wird. Ich freue mich schon auf ihre strahlenden Kinderaugen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendetwas Schöneres auf der Welt gibt.

Bei uns wird zu Weihnachten immer groß aufgekocht und was soll ich sagen, ich LIEBE es. Ich liebe es, wenn es gebackenen Fisch am 24.12 zu Mittag gibt, oder das festliche Truthahn-Essen am ersten Weihnachtsfeiertag bei meinen Eltern. All die Krapferl und Kekse. Die Weihnachtslieder, die auf der Gitarre gespielt und gesungen werden.

Auch heuer habe ich wieder mein Weihnachtsmenü zusammengestellt um es mit euch zu teilen, diesmal mit Schwerpunkt auf Wurzelgemüse. Auch ein Karpfen ist dabei, allerdings nicht üppig gebacken, sondern im Rohr gebraten, auf einem Bett aus Süßkartoffel, Sellerie, Karotte und Pastinake. Das gesamte Menü habe ich bereits vorgekocht, und mit guter Planung schafft man es in 2,5-3 Stunden, dann steht aber schon alles am Tisch. Mein Weihnachtsmenü vom letzten Jahr mit Belugalinsensalat und gebratener Ente findet ihr hier.

So nun, aber zum diesjährigen Menü. Es gibt folgendes:

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Einen kleinen Dekorationstipp für die Festtafel würde ich euch gerne mitgeben. Einfach ein Lorbeerblatt hernehmen und die Namen der Gäste mit einem Goldstift darauf schreiben. Mit einer kleinen Klammer dann an der Serviette oder dem Teller festmachen. 

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Sellerie-Apfel Suppe mit Maroni und Thymian

  • 1 Zwiebel
  • 500 g Sellerie
  • 1 Apfel
  • 2 Erdäpfel
  • 1,5 L Gemüsebrühe
  • 2 Zweige Thymian
  • 100 g Maroni, gegart
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

eventuell mit frittierter Karotte oder frittierten Salbeiblätter garnieren 

  1. Zwiebel, Sellerie und Apfel würfeln und in etwas Olivenöl glasig dünsten.
  2. Mit der Gemüsebrühe aufgießen.
  3. Erdäpfel schälen, würfeln und zugeben.
  4. Die Suppe ca. 30 Minuten köcheln lassen, danach pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Einen EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Maroni und Thymian zugeben und kurz anbraten. Die Suppe mit den gebratenen Maroni darin servieren.

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Rote Rüben Tatar auf Avocadocreme

  • 600 g Rote Rüben
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL Kapern
  • 1 EL Dijon Senf
  • 1 Essiggurkerl
  • 1 Prise Kümmel
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer

für die Avocadocreme:

  • 2 reife Avocados
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Olivenöl

Kräuter oder kleine Salatblätter zum Garnieren. 

  1. Die roten Rüben in einem Topf mit Wasser, Lorbeerblatt und Nelken 40 Minuten kochen.
  2. Die Rüben auskühlen lassen und schälen. Zuerst in ganz feine Scheiben schneiden, dann in Streifen und diese zu kleinen Würfeln hacken.
  3. Zwiebel schälen und fein hacken. Kapern und Essiggurken ebenfalls fein hacken.
  4. Alle Zutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Für die Avocadocreme das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und gemeinsam mit den restlichen Zutaten fein pürieren.
  6. Das Avocadopüree auf den Tellern verteilen.
  7. Ein Glas oder einen Ring mit Öl befetten, etwas Rüben Tatar einfüllen und sanft andrücken. Auf die Avocadocreme stürzen und nach Belieben mit Kräutern oder Salatblättern garnieren.

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Weihnachtskarpfen, gefüllt mit Tannen- und Rosmarinnadeln, gespickt mit Speck und Knoblauch, auf einem Bett aus Süßkartoffel, Sellerie, Karotte und Pastinake

  • 1 Karpfen, entschuppt und geschröpft (ca. 1,5 kg)
  • 1/2 Süßkartoffel
  • 2 Karotten
  • 2 Pastinaken
  • 4 Schalotten
  • 300 g Sellerie
  • etwas Grün vom Stangensellerie oder Liebstöckel
  • 50 g Speck
  • 3 Knobauchzehen
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Zweige Tannenreisig
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Olivenöl
  • etwas Suppe oder Wasser
  1. Das Backrohr auf 200°C vorheizen. Karpfen innen und außen gut salzen und etwas pfeffern.
  2. Rosmarin, Tannenreisig und Lorbeer zu einem Bündel zusammenfassen (eventuell mit einem Jute-Band oder Bast zusammenbinden) und mit den restlichen zwei Knoblauchzehen in die Bauchhöhle des Fisches geben.
  3. Eine Knoblauchzehe in feine Scheiben schneiden und Speck würfeln. Den Karpfen damit so zu sagen spicken, indem man beides in die äußeren Einschnitte steckt.
  4. Eine große Ofenform dünn mit Olivenöl einstreichen und den Fisch stehend in die Mitte setzen.
  5. Das Wurzelgemüse schälen und in zwei Zentimeter große Stücke schneiden. Rund um den Fisch drapieren, etwas salzen und das Grün vom Stangensellerie darauflegen.
  6. Den Fisch ca. 50 Minuten ins Rohr geben. Nach 20 Minuten mit etwas Suppe oder Wasser untergießen und das Gemüse einmal wenden. Den Fisch stehend servieren. Das „Fleisch“ des Karpfen lässt super, ganz vorsichtig von den großen Gräten lösen.

Als Beilage gabs bei uns Fächer-Erdäpfel. Das Rezept dazu findet ihr hier.

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Lebkuchentiramisu im Glas mit Kirschen

  • ca. 250 g Lebkuchen, am besten selbst gebacken
  • 100 g Kirschen, entkernt,  inkl. Kirschsaft (in etwa 100–150 ml)
  • 2 EL Rum
  • 1 Prise Zimt
  • 200 g Mascarpone
  • 100 g Naturjoghurt
  • 3 EL Zucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 4 Gläser
  1. Lebkuchen zerbröseln oder in kleine Stücke hacken.
  2. Kirschsaft mit 2 EL Rum und einer Prise Zimt vermischen.
  3. Mascarpone, Naturjoghurt, Zucker und Mark einer Vanilleschote mit einem Schneebesen gut vermengen.
  4. Lebkuchenstückchen mit dem dem Kirschsaft beträufeln und 10 Minuten ziehen lassen.
  5. Je 1-2 EL Lebkuchen in ein Glas setzen. Darauf ein paar Kirschen und 2 EL der Mascrapone-Creme geben. Nun wieder eine Schicht Lebkuchen daraufgeben. So lange fortfahren bis alles aufgebraucht ist.

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Meine Lieben, mit diesem Beitrag verabschiede ich mich auch in diesem Jahr von euch. Ich arbeite gerade einem neuen Blog-Design und es wird im neuen Jahr hier einige Veränderungen geben. Das will ich nun über die Feiertage vorantreiben und pausiere deshalb für die nächsten paar Wochen hier. Außerdem will ich mich mit ganzem Herzen meiner Familie widmen und das Weihnachtsfest in vollen Zügen genießen.

Es ist aber auch an der zeit Danke zu sagen. DANKE für alle euren Support, für euren Zuspruch das ganze Jahr über, für eure Kommentare, eure Empfehlungen und eure wertvolle Zeit. <3

Pfiat ein God,
das Mundwerk





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Kommentare

Ela

Ein sehr leckeres Rezept und besonders für einen Feiertag oder festliches Ereignis eine passende Variante.


Elisabeth

Hallo, toller Blog.
Besuch mich auch mal.
Ist aber noch im Aufbau.