Ruim Carpaccio



Rüben im Sommer? Geht das überhaupt?
Natürlich geht das. Bei richtiger Lagerung kann man Rüben, Karotten und anderes Wurzelgemüse ein Jahr lang genießen. Meine Rüben haben den Herbst leider nicht überstanden, zu gut zum Aufheben. Alle wurden sie verkocht, eingemacht und gleich verputzt.

Die Rüben die ich für mein Ruim Carpaccio verwendet habe, habe ich am letzten Samstag am Markt der Erde in Parndorf ergattert. Gleich beim Eingang empfing uns die fröhliche Anna W. Andert vom Biohof Andert aus Pamhagen. Im Schatten des Nussbaumes häufte sich ein Potpourri an frischem Gemüse und Kräutern. Mittendrin, unter all dem frischen Feldgemüse entdeckten wir sie – Rüben. Im Frühling. Noch dazu waren es keine normalen roten Rüben wie wir sie kennen, sondern eine spezielle Sorte. Eine Rübe war durchgeschnitten und das geringelte Farbmuster im Inneren war beeindruckend. Anna klärte uns auf. Diese besondere Rübensorte heißt Tondo di Gioggia und stammt ursprünglich aus Italien. Die Schale ist im Vergleich zur eher dunkelroten bis violetten Roten Rübe knallrot. Das rot-weiß geringelte Fleisch sieht nicht nur herzig aus, es schmeckt auch besonders süß.

700x470_rüben

700x1000_rüben4

Die Bio-Gärtnerin empfahl uns aus der Rübe ein Carpaccio zu machen, so kommt ihre Schönheit perfekt zur Geltung und der Geschmack der Rübe bleibt im Vordergrund. Gesagt getan. Das Tüpfelchen auf dem i war dann noch der herrliche Ziegenfrischkäse im Blütenmantel, den ich ebenfalls auf dem Markt der Erde erstanden habe. Die Initiatorin des Marktes, Monika Liehl, produziert nämlich Käse aus der Milch ihrer Ziegen. Die Ziegendamen kann man beim Besuch des Marktes sogar besichtigen und füttern.

Garniert mit frischen Marillen, Mandelsplittern und Balsamico-Honig Dressing ist das Ruim Carpaccio ein Augen- und Gaumenschmaus.

700x470_rüben3

700x1000_rüben2

Zubereitung Ruim Carpaccio

1 Gioggia Rübe (oder rote Rübe); 1TL Olivenöl; ein Schuss Balsamico; 1 Knoblauchzehe; 1 Jungzwieberl; 10 Mandeln; eine Marille; 2 Majoranblätter; Kräutersalz; Ziegenfrischkäse (von Ziegenliebe)

Dressing:

1 EL Olivenöl; 1 EL Balsamico-Essig; 1 TL Honig; 1 TL Senf; Kräutersalz

  1. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Nun die Rübe von Blättern trennen und gründlich waschen.
  3. Ein Stück Alufolie bereit halten und die Rübe darauf geben. Eine geschälte Knoblauchzehe hinzugeben. 1 TL Olivenöl mit einem Schuss Balsamico mischen und die Rübe damit einreiben. Mit zwei Blättern frischem Majoran und etwas Kräutersalz würzen. Nun ab in den Ofen mit der Gioggia-Rübe und 45 Minuten backen.
  4. Währenddessen einen Jungzwiebel in feine Streifen schneiden, eine Marille entkernen und in Stücke schneiden und 10 Mandeln hacken.
  5. Nun das Dressing anmachen. Dazu einen EL Natives Olivenöl mit einem Esslöffel gutem Balsamico Essig mischen. Ein Teelöffel Honig und einen Teelöffel Senf hinzugeben und gut umrühren.
  6. Sobald die Rübe gar ist kann man sie mit kaltem Wasser abspülen und schälen. Mit einem scharfem Messer oder mit einer Gurkenhobel (hat super funktioniert) fein blättrig schneiden.
  7. Auf einem Teller die Rüben-Scheiben schön auflegen. Mandelsplitter, Marillenstückchen und Jungzwiebel darauf verteilen.
  8. Zuletzt den Ziegenfrischkäse darauf geben und alles mit dem Dressing beträufeln.

Ein unglaubliches Geschmackserlebnis!

Zutaten:

Rüben-Carpaccio: 1 Gioggia Rübe (oder rote Rübe); 1TL Olivenöl; ein Schuss Balsamico; 1 Knoblauchzehe; 1 Jungzwieberl; 10 Mandeln; eine Marille; 2 Majoranblätter; Kräutersalz; Ziegenfrischkäse (von Ziegenliebe)

Honig-Balsamico Dressing: 1 EL Olivenöl; 1 EL Balsamico-Essig; 1 TL Honig; 1 TL Senf; Kräutersalz





Kommentar schreiben

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Kommentare

Dorli

Hallo,

Zuerst mal ein grosses Lob für diese besonders liebevoll gestaltete Seite.

Eine kleine Korrektur hätte ich anzubringen. Die „Ringelrübe“ wird korrekt Tonda die Chioggia geschrieben und hier eine kleine Erklärung dazu:

Geschichte:
Die Rote Rübe ist im Mittelmeerraum, vermutlich in Nordafrika, beheimatet und kam mit den Römern nach Mitteleuropa. “Tonda di Chioggia” ist eine alte italienische Sorte, benannt nach der italienischen Stadt Chioggia in Venetien. Neben dem Fischfang war der Gemüseanbau traditionell der wichtigste Wirtschaftszweig der Stadt im Golf von Venedig. So gibt es verschiedene weitere Gemüsesorten, die nach der Stadt benannt sind, wie z. B. Radicchio „La rosa di Chioggia“ oder der Muskatkürbis “Marina di Chioggia”.

Ganz liebe Grüsse von der begeisterten Hobbygärtnerin
Dorli
(die heute ca. 10kg Rote Rüben aus eigenem Anbau, mit viel Kren zu haltbarem Rote Rüben Salat eingelegt hat)