VIDEO: Chou Farci oder wie der Kohl zum Popstar wird



Diesen Winter habe ich eindeutig ein Lieblingsgemüse: Kohl. In der österreichischen Küche wird dieses geniale Gemüse viel zu sehr unterschätzt und oftmals nur in Form von „Zuspeis“ zubereitet. Doch dabei bieten die kraus gewellten Blätter so viel mehr Möglichkeiten zur Zubereitung.Kohl hat eindeutig das Potenzial zum Popstar, es muss nur entdeckt werden. Zeit das verstaubte Image einmal ordentlich aufzupolieren und ihm die Bühne zu überlassen.

Deshalb habe ich heute für euch ein ganz spannendes Rezept, Chou Farci genannt. Chou Farci ist ein traditionelles Rezept aus Zentralfrankreich, wo es von den französischen Frauen oft an den Wochenenden, wenn die Familie zusammenkommt aufgetischt wird. Für meine Version habe es allerdings ein wenig abgeändert. Normalerweise wird der Kohlkopf an sich gefüllt, doch um etwas Zeit zu ersparen, habe ich eine Form damit ausgelegt. Wer dies gewissenhaft macht, wird am Ende auch belohnt. Der Geschmack ist spektakulär und die Optik macht beim Familienessen oder beim Dinner mit Freunden ordentlich was her. In der Zubereitung zwar etwas aufwendiger, doch glaubt mir – die Mühe macht sich bezahlt!

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Für dieses Rezept habe ich mich erstmalig auch ans filmen gewagt. Ich muss ehrlich zugeben etwas zögerlich, und spätestens seit dem Schnitt des Filmes weiß ich auch was ich nächstes Mal besser machen kann. Vor allem muss ich mir aber vorher ein neues Stativ zulegen, da meines leider bei der letzten Reise kaputt geworden ist und das Video etwas zu verwackelt ist. Wie gesagt, das Video ist ein Erstversuch, und ich weiß es nicht perfekt, doch ich hatte eine riesen Freude dabei und es sind so viele Stunden dafür aufgegangen, es wäre einfach zu schade, es auf meinem Macbook verstauben zu lassen. Ich wünsche euch viel Freude bei ansehen und hoffe dass das nächste Video schon eine Spur besser wird. Doch man muss doch klein beginnen, oder nicht? Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen es zu veröffentlichen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 

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Zubereitung Chou Farci

  • 1 Kohlkopf
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • ein kleines Stück Zeller
  • 500 g Rindsfaschiertes
  • 2 EL frische Petersilie
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer
  • 4 EL Brösel
  • 1 Ei
  1. Die äußeren, großen Blätter des Kohlkopfs vorsichtig lösen, die kleinen Blätter dran lassen und zur weiteren Verwendung aufbewahren.
  2. Den dicken Strunk der Blätter keilförmig ausschneiden. Kohlblätter in Salzwasser 7 Minuten blanchieren, danach mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie ihre Farbe nicht verlieren und abtropfen lassen.
  3. Zwiebel und Knoblauch klein würfeln und in etwas Öl anbraten. Petersilienwurzel, Karotten, Zeller schälen. Petersilienwurzel und Zeller würfeln, Karotte mit einer Reibe fein reiben. Das Gemüse zur Zwiebel geben und kurz mitrösten.
  4. Das Faschierte hinzufügen und anrösten bis es etwas bräunlich wird. Tomatenmark und frisch gehackte Petersilie unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Füllung auskühlen lassen. Ein Ei verquirlen und gemeinsam mit den Bröseln untermischen.
  5. Eine Form von ca. 15–20cm Durchmesser mit Öl befetten und mit der schönen Seite der Kohlblätter nach unten auslegen. Die Kohlblätter dürfen ruhig ein wenig über die Ränder schauen, damit man sie danach darüber klappen kann.
  6. Mit einer Schicht der Füllung belegen. Wie bei einer Lasagne mit einem Kohlblatt abdecken und mit wieder mit der Füllung bedecken. So lange fortfahren bis die Form gefüllt ist.
  7. Zum Schluss das Ganze mit einem großen Kohlblatt abdecken, die Ränder einstricken und die äußeren Kohlblätter darüberklappen. Mit Alufolie bedecken und bei 180°C ca. 50 Minuten ins Rohr geben.

Scheins Wochenende,
das Mundwerk

Zutaten:

Chou Farci: 1 Kohlkopf; 1 Zwiebel; 1 Knoblauchzehe; 2 Karotten; 1 Petersilienwurzel; ein kleines Stück Zeller; 500 g Rindsfaschiertes; 2 EL frische Petersilie; 2 EL Tomatenmark; Salz, Pfeffer; 4 EL Brösel; 1 Ei





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Kommentare

Maxx

Durch Kindergarten etc. abgeschreckt hab ich Kohl viel zu lange verschmäht aber ich bin heuer echt wieder auf den Geschmack gekommen. Das klingt sehr verführerisch und wird sicher nach gekocht.