Der Marillenbaum hinter unserer kleinen Gartenhütte hat es in sich. Nein, wohl eher auf sich. Die Äste biegen sich vor reifen Früchten. Süße Haupt- und Nachspeisen sind es vor allem, die Marillen liefern: Marmeladen, Gelees, Marillenknödel, Marillenkuchen. Man kann sie aber auch für pikante Chutneys und Saucen verwenden. Marillenmarmelade, mit Kokosmilch kombiniert passt perfekt aufs Butterbrot oder zu Palatschinken. Sie gibt den Marillen einen exotischen Touch. Besonders wichtig beim Einkochen ist, dass man die dunklen oder angeschlagenen Stellen sorgfältig wegschneidet und nur vollreife Früchte dafür verwendet.
Beliebt ist auch das Marillenchutney, welches hervorragend zu Käse oder einer kalten Brettljause passt. Ich habs heuer zum ersten Mal gemacht, und nun ist mir klar, weshalb es so großen Anklang findet. Der Geschmack des Marille-Chili Chutneys ist einfach sensationell, leicht orientalisch, würzig und doch süß im Abgang. Es ähnelt der häufig verwendeten süß-sauer Sauce und passt demnach hervorragend zu asiatischen Speisen.
Als ich meiner Mama aufzählte was ich alles vorhabe mit den Marillen unseres Baumes meinte sie nur „Hast an Sprung in der Marille? Bei der Hitz‘ tust einkochen?“. Naja, ausgezahlt hat es sich auf alle Fälle! 😉
Zu guter Letzt habe ich mich auch noch am Marillennektar versucht, der geht nämlich ruck-zuck und ist ein herrliches Erfrischungsgetränk für heiße Tage.
Für den Marillennektar braucht ihr:
2kg Marillen
Saft von 2 Zitronen
1,5l Wasser
1,5kg Zucker
Die Marillen waschen und entkernen. Zucker und Wasser zum Kochen bringen. Die Marillen hinzufügen und kochen bis sie weich sind. Nun den Zitronensaft hinzufügen und pürrieren. Das Ganze noch einmal erhitzen, nicht kochen, und in Flaschen abfüllen. Wenn die Flaschen gut verschließbar sind hält der Nektar 1 Jahr!
Zubereitung Marille-Kokos Marmelade
1,5kg Marillen; 1 daumengroßes Stück Ingwer; 400ml Kokosmilch; ein Schuss Marillenschnaps; 500g Gelierzucker 2:1; 150g Feinkristallzucker
- Die Marillen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Gemeinsam mit der Kokosmilch, dem Ingwer und einem Schuss Marillenschnaps einkochen lassen.
- Wer will kann die Marillen nun auch pürrieren. Den Gelierzucker und den Zucker hinzufügen und eine Gelierprobe machen. Ist die Marmelade zu dünn, sollte man noch ein wenig Gelierzucker hinzufügen.
- Die Marmelade sofort in saubere Gläser füllen.
Zubereitung Marille-Chili Chutney
2kg frische Marillen; 3 große Zwiebeln; 1 daumengroßes Stück Ingwer; 3 Knoblauchzehen; 300ml Apfelessig; ein Schuss Marillenessig; 2Tl Salz; 1TL Pimentkörner;1 Chilishote; 1 TL Korianderkörner; 1TL Zimt; 1TL Pfeffer; eine Prise Muskat; 220g brauner Zucker
- Für das Chutney die Marillen waschen und entkernen.
- Die Marillen und den Zwiebel in kleine Stücke schneiden, in einen großen, beschichteten Topf geben und kurz aufkochen.
- Dabei ständig umrühren. Nun den geriebenen Knoblauch und den Ingwer, den Essig, die Gewürze und den klein geschnittenen Chili hinzugeben. Zum Schluss den Zucker hinzufügen und leise köcheln lassen.
- Solange köcheln lassen bis das Obst und die Zwiebeln weich sind und ein dickflüssiges Chutney entstanden ist. Das hat bei mir ca 1,5 bis 2h gedauert. Nun solltet ihr das Chutney probieren und wer es noch ein wenig schärfer mag, kann noch etwas Chili hinzufügen.
- Das Chutney in saubere Gläser füllen und gut verschließen. Am besten einige Wochen durchziehen lassen dann wird der Geschmack noch intensiver.
Genug Marillen für heuer, jetzt freue ich mich schon auf die Zwetschken.
Pfiat eing und viel Spaß beim Einkochen!
Das Mundwerk
Liebe Meli, ich hab durch Zufall deine Seite gefunden. Bin total begeistert von den tollen Ideen, Fotos und Bezeichnungen.
Gratuliere zu der tollen Arbeit. 🙂
Liebe Grüße, Elisabeth Kainz
Hallo!
Habe dich in der Freizeitkurier entdeckt!
Bin begeistert von deinen Rezepten und den super Fotos!
Weiter so!
LG Sandra Kirschner
Danke liebe Sandra. Freut mich dass dir mein Blog gefällt!