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Mehr Kochbücher als Töpfe. Gustieren mit Birnentorte

Kochbücher wohin das Auge reicht. Nein, so schlimm ists gar nicht. Aber mein Holzregal, das eigentlich ein wunderschöner alter Blumenständer ist voll mit den Kochbüchern. Sie sind nicht sortiert, liegen wild übereinander, manche aufgebreitet, manche zugeklappt. Eh klar, denn schließlich muss es schnell gehen wenn der Herd mal an ist und ich schnell etwas nachschauen muss.

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Ein Klassiker, mit klebrigen oder vom Gemüsesaft gefärbten Händen gehts dann von der Küche schnell ins Esszimmer, hin zu dem Regal, mit einem Ruck werden die Bücher zur Seite geschoben bis ich fündig werde und das gesuchte Buch in den Händen halte. Demnach sind die meisten meiner Kochbücher ein wenig abgegriffen, aber so sollen Kochbücher doch sein oder?

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Meine Lieblingsbücher sind eindeutig Kochbücher. Ich finde es unglaublich entspannend Seite für Seite durchzublättern, die tollen Bilder anzusehen und die inspirierenden Texte dabei zu lesen. Meist mach ich das während ich gerade zu Abend esse. Ja ich weiß, das ist bisschen eigenartig, denn während ich kaue habe ich schon den Geschmack des nächsten geplanten Essens am Gaumen und in der Nase. Manchmal tue ich mich da wirklich schwer im Hier und Jetzt zu bleiben und dass was gerade auf meinem Teller liegt zu genießen. Hat ein Rezept meine Neugier geweckt kann es auch schon mal vorkommen, dass der Teller zur Seite geschoben wird, und das neue Gericht schon gerührt, geschnitten oder gebraten wird.

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Auch wenn der Trend immer mehr zu Ebooks geht, bin ich der festen Überzeugung dass es sich bei Kochbüchern nicht durchsetzen wird. Ein Kochbuch gehört in die Küche, muss angekleckert sein – wer will schon mit den klebrigen Fingern am E-Book herumscrollen? Ich sicher nicht. Ein Hoch auf Kochbücher! Ich bin gerade überhaupt im Kochbuch-Fieber, denn ich durfte das im März erscheinende Kochbuch von Alexandra Palla „Put A Lot of Love in It“ gestalten. Was gibt es schöneres für einen Foodie, der im Grafik Design zu Hause ist, als ein Kochbuch zu gestalten? Alexandras Rezepte sind so herrlich spontan und aus dem Leben gegriffen – es zählt jetzt schon zu einem meiner Lieblings-Kochbücher! Aber mehr verrate ich euch jetzt nicht mehr…

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Und weil ich gerade so im schwärmen bin, von Kochbüchern nicht genug bekommen kann und schon wieder überlege welches ich als nächstes zum 100. Mal durchblättere, stelle ich euch heute meine aktuellen Lieblingskochbücher vor:

Einer für Alles | Julia Riess, Katharina Seiser, Meinrad Neunkirchner, Thomas Apolt

Das Konzept ist genial. In dem Kochbuch findet man nur Rezepte, davon um die 80 Stück, für die man nur einen einzigen Topf braucht. Das ist mir überaus sympathisch, denn ich mags überhaupt nicht wenn ich dieselbe Zeit für den Abwasch wie fürs Kochen brauche. Die Rezepte sind international, allerdings mit Zutaten die man auch bei uns ganz einfach bekommt – von Couscous bis Kaninchen und Lachsforelle ist alles von der Partie.

Unterwegs | Feldküche

Dieses Buch muss hier einfach vertreten sein. Letzten Sommer habe ich die Feldküche auf ihrer Waldtour 2014 quer durchs ganze Land begleitet. Das einzige was blieb – wunderschöne Erinnerung, viel Inspiration und dieses Buch. Es entstand zwar bei ihrer Österreichtour 2013, bei der 9 Köche in allen 9 Bundesländern unter freiem Himmel an unkonventionellen Plätzen aufkochten, und vermittelt es dieselbe Stimmung wie die, die wir diesen Sommer hatten. Als Beilage gibts ein tolles Rezeptheft – schwer zu empfehlen sind die ruck-zuck Oliven-Feta Pralinen!

What Katie Ate | Katie Quinn Davies

Katie war ebenfalls Grafikdesignerin bevor sie sich ihrer Leidenschaft zu gutem Essen und Fotografie Hingabe und ihren Foodblog What Katie Ate gründete. Kurz darauf folgte ihr erstes Kochbuch und eins sag ich euch – die Aufmachung und die Bilder sind der Hammer! Es war eins meiner ersten gekauften Kochbücher und wird wohl immer eins meiner liebsten bleiben.

Von der Schale bis zum Kern | Bernadette Wörndl

From Nose to Tail nur eben umgelegt auf Obst und Gemüse. Marillenkerne werden zu Eis verarbeitet, Maisblätter werden gefüllt, und aus Lauchgrün werden Scones gemacht. Die Fotografien von Gunda Dittrich präsentieren das Obst und Gemüse so schmackhaft, dass man gar nicht anders kann als sofort mit der Zubereitung zu starten.

Die grüne Küche | David Frenkiel & Luise Vindahl

Ein vegetarisches Kochbuch, dass Rezepte für jeden Tag liefert. Gekocht wird mit Buchweizen, Nüssen, Vollkornmehlen, Früchten, Quinoa, Ziegenjoghurt und anderer Vollwertkost. Gleich zu Beginn findet man Anregungen für eine abwechslungsreiche Vorratskammer. Das ganze Buch ist fotografisch und typografisch so toll aufgearbeitet, dass man es gar nicht mehr zur Seite legen will.

Sunday Suppers | Karen Mordechai

Die Magie des Zusammenkommens und gemeinsamen Kochens, egal ob mit guten Freunden oder Fremden ist es,  feiert Karen Mordechai mit Sunday Suppers. Ihr Kochbuch bündelt die besten Rezepte, die während dieser Zusammenkünfte, verstreut über dem ganzen Land, entstanden sind. Das Buch liefert tolle Inspirationen für die nächste Feier mit Freunden und Familie.

Geschichten aus der Küche: Rezepte zum Nachlesen & Erinnerungen zum Nachkochen | Katharina Janoska, Martin Kugler

Die Roma-Küche mit Teilen der österreichischen Küche zu verbinden, das war die Idee hinter diesem Kochbuch. Wobei es eher ein „Lesebuch“ als ein Kochbuch im herkömmlichen Sinne ist. Das Buch nimmt einen mit auf die Reise in die Küche dieser beiden Kulturen, wobei man schon bei Letscho merkt, dass hier die Grenzen verschwimmen, denn Küche kennt keinen Rassismus.

A Kitchen in France: A Year of Cooking in My Farmhouse | Mimi Thorisson

Mimis Kochbuch berichtet über die familiären, saisonalen Familienfeste und ihr Leben in einem alten Farmhouse in Frankreich. Die Rezepte sind perfekt für gesellige Runden, von geröstetem Huhn mit Kräutern, Apfeltarte bis Ratatouille – Landhausküche at its best! Ihr Mann Oddur bebildert ihre kulinarischen Erlebnisse mit ihren 7 Kindern und 14 Hunden. Ein Meisterwerk, dass ich nicht mehr aus der Hand gebe!

Ich bin mir sicher das Eine oder Andere findet ihr auch in eurer Küche! Wenn nicht – dann wird’s aber Zeit. Zum Kochbücher-durchstöbern gibts nicht herrlicheres als einen frisch gebrühten Kaffee und ein gutes Stück Torte. Deshalb serviere ich euch neben meinen Lieblingskochbüchern auch noch meine Lieblings-Birnentorte!

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und viel Spaß beim Kochbuch-stöbern!

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Gezupfte Birnentorte

Zubereitung Mürbteig:

  • 200g weiche Butter
  • 150g Staubzucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanillepulver
  • 350g Dinkelmehl
  • 1 EL Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • Prise Salz
  1. Weiche Butter mit Staubzucker mit dem Mixer verrühren.
  2. Ei Vanillezucker, Salz beifügen und weiterführen. Mehl mit Kakao und Backpulver vermischen und mit dem Kochlöffel untermengen.
  3. Rasch zu einem glatten Teig verkneten, zu einer dicken Rolle formen diese in 3 gleich große Stücke teilen.
  4. Ein Teilstück auf einer bemehlten Arbeitfläche kreisförmig ausrollen und in eine ausgebutterte und bestaubte Springform legen.
  5. Das zweite Teigstück zu einer ca 2cm dicken Rolle formen und den inneren Rand der Tortenform damit auslegen und mit leicht bemehlten Fingern entlang des Formreifens hochdrücken. Restlichen Teig kalt stellen.

Zubereitung Füllung:

  • 500g Topfen
  • 200g Staubzucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 TL Vanillepulver
  • 3 Eier
  • 3 Birnen
  1. Topfen, Zucker, Salz, Vanillezucker und Eier mit einem Mixer gut verrühren.
  2. Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und die Birnen mit der Schnittfläche nach unten kreisförmig in die Tortenform legen.
  3. Die Topfenmasse auf den Birnen verteilen und glattstreichen.
  4. Den restlichen Teig auch zu einer 2cm dicken Rolle formen. Mit den Fingern kleine Teilstücke abzupfen, flachdrücken und die Tortenform kreisförmig damit belegen.
  5. Auf mittlerer Schiene bei 170°C in etwa 70 Minuten backen.
  6. Auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

Pfiat eing God,
das Mundwerk

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