Granola aus selbst geflocktem Vollkorngetreide



Mit meiner Flockenquetsche habe ich mir einen lange gehegten Traum erfüllt. Von nun an kann ich meine Getreideflocken, sowohl Hafer, Dinkel, Einkorn, Buchweizen, Roggen, Gerste und Samen wie zum Beispiel Leinsamen und Sonnenblumenkerne selbst flocken. Die Getreideflocken verarbeite ich dann zu herrlichen Müsli-Mischungen, koche mein Porridge damit, backe die unterschiedlichsten Granola-Varianten und verwende sie zum Brotbacken.

Vorteil selbst geflocktes Getreide

Der wohl größte Vorteil von selbst geflockten Getreidekörnern ist, dass sie noch die volle Bandbreite an Nährstoffen enthalten. Im Gegensatz dazu wird in vielen Flocken, die bei uns abgepackt erhältlich sind, in einem Verfahren vorweg der Keimling (das eigentliche Herzstück des Korns) entfernt. Dieser enthält nämlich ätherische Öle, welche die Flocken binnen kurzer Zeit ranzig werden lassen. Um dem zu entgehen wird er einfach entfernt und mit ihm der Großteil der guten Inhaltsstoffe. Bei selbst gepflocktem Getreide ist das eben nicht der Fall. Sie müssen aber auch schneller verarbeitet werden. Im Optimalfall quetscht man sie vor dem Gebrauch frisch.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass sich selbstgemachte Getreideflocken auch geschmacklich von den gekauften abheben, sie schmecken viel nussiger, vollmundiger und haben eindeutig mehr Biss. Außerdem liebe ich es hier variieren zu können, im Handel bekommt man ja meistens nur Hafer- und Dinkelflocken.

Viele Hersteller von Flockenquetschen empfehlen das Getreide vor dem Flocken zuerst etwas längere Zeit (ein paar Stunden) einzuweichen, dann trocknen zu lassen und erst dann zu quetschen. So wird die natürlichweise vorkommende Phytinsäure des Korns inaktiv. 

Mit einer hochwertigen Mischung an Getreideflocken, ein paar Nüssen, frischem Obst und Gemüse und Joghurt ist ein vollwertiges Frühstück schnell komplett. Ich liebe es so ausgewogen und abwechslungsreich in den Tag zu starten und merke dass ich danach wirklich gut gesättigt bin.

Meine neueste Granolamischung besteht aus Einkorn-, Hafer-, Buchweizen-, und Gerstenflocken, Mandeln, Kokoschips und Zimt. Ein Gedicht sage ich euch! Wir lieben sie und starten im Moment kaum mit etwas Anderem in den Tag.

Bis bald,
Meli

Granola mit Getreideflocken, Mandeln und Kokos

Das Rezept soll nur ein ungefährer Richtwert für euch sein. Jede der Zutaten lässt sich durch eine andere ersetzen, so könnt ihr je nach Verfügbarkeit euer eigenes Granola kreieren.

Optimal wäre es die Getreidekörner vor dem quetschen einzuweichen, zu trocknen und erst dann zu flocken.

für 4 Personen

Zutaten

200 g Haferflocken

200 g Einkornflocken

200 g Gerstenflocken

100 g Buchweizenflocken

Die Flocken könnt ihr gerne durch jeweils andere ersetzen, oder euer Granola z.B. nur mit Haferflocken machen

100 g Mandeln, ganz

100 g Kokoschips

50 g Kokosette

1 Prise Zimt

1 Prise Salz

60 ml Kokosöl (alternativ Rapsöl, Sonnenblumenöl)

60 ml Ahornsirup (alternativ Honig, Rohrohrzucker, Birkenzucker)

optional: Datteln, Rosinen, Dörrzwetschken, Dörrmarillen, Cranberries, etc.

Die Mandeln hacken. Alle trockenen Zutaten in einer Schale gut vermischen. Kokosöl und Ahornsirup in einen Topfe geben und das Kokosöl schmelzen lassen. Zimt hinzufügen und alles unter die Flockenmischung geben. Das Müsli gut durchmischen und auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen.

Das Backrohr auf 150°C vorheizen. Das Granola ca. 10–12 Minuten backen, dabei die Mischung mehrmals vorsichtig wenden, damit es von allen Seiten gut gebräunt wird. Danach den Ofen ausschalten, einen Kochlöffel in die Backofentür klemmen und das Granola im Ofen auskühlen und trocknen lassen.

In ein vorbereitetes Glas füllen.

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