Lass mi im Kraut.



Im Duett noch schöner. Rotkohl und Kürbis gegen das Grau. Als Suppe. Als Püree. Als „Zuispeis“. In der Lasagne. Mit Nudeln. Im Salat.  Der Kürbis lässt mich einfach nicht los. Warum nicht mal als Flammkuchen-Belag?

Die triumphalen Zeiten der klassischen Tomatensauce als Pizzabelag sind vorbei. Ihre Tage sind gezählt, denn jetzt, wo der Sommer ein für alle mal zu Ende ist dreht sich alles um den Kürbis. Nicht nur optisch sorgt er für einen Farbklecks im trüben Herbstgrau, er erhellt auch unsere Gaumen mit einer Vielfalt an Geschmacksrichtungen, wie man sie zu dieser Jahreszeit nur selten erlebt.

Mundwerk übersetzt.
Lass mi im Kraut heißt soviel wie: lass mich in Ruhe! Der Spruch wird auch heute noch sehr oft verwendet, meistens wenn es um kleinere Streitereien geht und man die Diskussion damit beenden will.

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Für GUSTO habe ich mich diesmal an eine weniger bekannte Gemüsekombination gewagt: Kürbis und Rotkohl. Beim ersten Anblick des Kohls dachte ich mir: Was kann man mit dir außer Rotkraut noch so machen? Wie es der Zufall so will liegt neben dem Rotkraut in unserem Keller ein kleiner Hokkaido-Kürbis. Wie ein Blitz trifft mich die Idee die beiden mal im Duett auftreten zu lassen, uns zwar auf einem Flammkuchen. Denn das elegante blau-violett des Rotkrauts und das kräftige dunkel-orange des Hokkaido sorgen für einen ordentlichen Kontrast auf dem Teig. Außerdem bin ich begeistert von der Schönheit und der Strukturenvielfalt des Rotkohls. Obendrauf sorgt der Ziegenkäse noch für das gewisse Etwas.

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Zubereitung Kürbisflammkuchen: 
Teig:
300g Dinkelvollkornmehl; 1/8l Mineralwasser; 2 EL Kürbiskernöl; 2 EL Sonnenblumenöl; eine Prise Salz
Belag:
1 kleine Zwiebel; 1/4 Hokkaido-Kürbis (ca. 300g); 100g frisches Rotkraut; 80g Ziegenkäse; Rosmarinnadeln; Salz, Pfeffer
  1. Für den Teig alle Zutaten mit der Hand gut verkneten und den Teig in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Zwiebel in zwei Hälften teilen. Eine Hälfte in kleine Stücke schneiden und in etwas Öl anbraten.
  3. Den Hokkaido-Kürbis in kleine Stücke schneiden und mit den Zwiebelstücken anbraten.
  4. Den Kürbis, sobald er weich ist, pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Die äußeren Blätter des Rotkrauts entfernen und das Kraut in feine Streifen schneiden.
  6. Die zweite Hälfte des Zwiebels in feine Scheiben schneiden. Den Flammkuchen-Teig ausrollen,
  7. mit der Kürbiscreme bestreichen und das Rotkraut, den Zwiebel sowie den Ziegenkäse darauf verteilen.
  8. Mit Rosmarinnadeln, Salz und Pfeffer würzen und 20 Minuten bei 180°C im Ofen backen.

Moizeit!
das Mundwerk

Zutaten:

Teig: 300g Dinkelvollkornmehl; 1/8l Mineralwasser; 2 EL Kürbiskernöl; 2 EL Sonnenblumenöl; eine Prise Salz

Kürbis-Rotkohl: 1 kleine Zwiebel; 1/4 Hokkaido-Kürbis (ca. 300g); 100g frisches Rotkraut; 80g Ziegenkäse; Rosmarinnadeln; Salz, Pfeffer





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