Powidl-Mandel Germteigzopf



Durch Zufall fiel mir in der Vorratskammer ein vor zwei Jahren eingemachtes Glas Powidl in die Hände. An diesen fruchtigen Spätsommerschatz hatte ich gar nicht mehr gedacht! 

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Mit dem Glas Powidl in der Hand ging es dann ab in die Küche und ich überlegte mir was ich wohl damit machen kann. Klar war allerdings, dass es etwas mit Germteig sein musste! Schon seit Tagen träumte ich von weichem, flaumigen Germteig, so auch von Germknödeln, Buchteln und Striezeln.

Die Farbe beim Öffnen des Glases schrie aber eindeutig nach Aufmerksamkeit, viel zu schade um sie in Germknödeln oder Buchteln zu verstecken. Also wurde es ein Germteigzopf, bei der der purpur farbene Powidl so richtig zur Geltung kommt. Alternativ zum Powidl kann man den Germteigzopf auch mit dunkler Marmelade, wie Heidelbeere, Brombeere oder roten Holler bestreichen.

Richtig fein wird der Germteigzopf durch die Mandelblättchen, die darüber gestreut werden. Der Powidl-Mandel Germteigzopf ist auch das ideale Mitbringsel zum Osterbrunch, wo er bestimmt alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Powidl-sei-Dank ist also das morgige Frühstück gesichert. Und der Nachmittagssnack!

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Powidl-Mandel Germteigzopf

  • 70 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 2 Dotter
  • 1/3 TL Salz
  • 70 g Rohrohrzucker
  • 42 g frische Germ (1 Würfel)
  • 470 g glattes Dinkelmehl
  • 1 Dotter + 2 EL Milch zum Bepinseln
  • 4 EL Powidl
  • 100 g Mandelblättchen

Eine Fotoanleitung zur Flecht-Technik findet ihr hier: http://www.dasmundwerk.at/geflochtenes-pesto-brot/

  1. Die Butter zerlassen und die Milch lauwarm erhitzen.
  2. Dotter, Salz, Rohrrohrzucker und Germ zur lauwarmen Milch geben und gemeinsam mit der flüssigen Butter verquirlen.
  3. In einer großen Schüssel das Mehl und die Flüssigkeit verkneten bis ein feiner Teig entsteht, der sich vom Schlüsselrand löst.
  4. Germteig mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 h gehen lassen bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat.
  5. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 40×25 cm ausrollen, mit Powidl bestreichen und mit 2/3 der Mandelblättchen bestreuen.
  6. Teig von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren, sodass zwei Teile entstehen.
  7. Die Schnittfläche nach oben drehen, die oberen Enden mit den Fingern etwas zusammendrücken und die beiden Stränge überschlagen bis man am Ende angelangt ist. Das Ende wieder etwas zusammendrücken.
  8. Den Germteigzopf wieder mit einem Tuch zudecken und weitere 20 Minuten gehen lassen.
  9. Das Backrohr auf 160°C Heißluft vorheizen.
  10. Dotter und 2 EL Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Mit den restlichen Mandelblättchen bestreuen. Den Germteigzopf bei 160° ca. 25–30 Minuten goldbraun backen.

Gutes Gelingen und pfiat eing God,
das Mundwerk





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[…] Für viele ist und bleibt ein klassischer süßer Germteig ein Mysterium. Dabei ist das wichtigste dabei Zeit, Wärme und noch mehr Zeit. Mein Rezept könnt ihr für typisch burgenländische Beugel verwenden, sowohl mit Nuss – als auch mit Mohnfülle gefüllt, für Dukantenbuchteln, als auch für wunderschöne Striezel. Hier findet ihr auch ein paar Ideen für süße Germteig-Osterhasen. Obwohl ich süßes Vollkorngermgebäck wie jenes mit Purpurweizenvollkornmehl sehr gerne mag, ist dieses nicht gleich zu setzen mit einem typisch burgenländischen Nussbeugel aus Germteig oder Dukatenbuchteln mit Powidl-Füllung. Powidl ist übrigens eine sehr lange gekochte Zwetschkenmarmelade, die ohne zusätzlichen Zucker auskommt. Hier findet ihr ein ähnliches Rezept für einen Powidl-Mandel-Zopf. […]