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Narrenfreiheit und Faschingskrapfen

Im Fasching genießen die Narren Freiheit geben sich der Jux und Tollerei hin, die ganzes Jahr verpönt ist. Zumindest ist das die ursprüngliche Auffassung von Fasching. Dem kann ich mich allerdings nicht ganz anschließen, da ich den Fasching jetzt nicht unbedingt freudvoller als eine andere Zeit finde. Der Fasching lebt vorwiegend von den Umzügen, was ich als sehr schönen „Brauch“ bzw. Angewohnheit empfinde, da schon Wochen vorher gemeinsam in der Garage, dem Stadel oder dem Keller gebastelt wird um den schönsten Wagen beim Umzug zu haben. Wobei ich hier finde, dass es weniger um die äußere Schönheit des Wagens geht, sondern viel mehr um den inneren Zusammenhalt der Beteiligten. Egal was am Ende dabei rauskommt, solange es eine Menge Spaß gemacht hat und die Freundschaft stärkt, ist das Herz der Sieger.

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Ich persönlich verbinde Fasching mit bergeweise Faschingskrapfen. Kein Wunder – denn wo bekommt man geniale Faschingskrapfen, wenn nicht beim Dorfbäcker (Sofern man sich den Aufwand zuhause nicht machen möchte). Die Mengen, die hier aus der kleinen Bäckerei in Steigerl rausgetragen wurden, waren enorm. Während man im Verkaufsraum ja nur eine kleine Charge davon zu sehen bekam und doch schon von der Menge überrascht war, stapelten sich hinter der kleinen Tür zur Backstube meterhoch die Faschingskrapfen. Gut für mich, denn so blieb der ein oder andere Kleinst-Diebstahl unbemerkt. Nagut, beinahe unbemerkt, wären da nicht der Staubzucker-Moustache und der Marillenmarmelade-Ziegenbart gewesen.

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Zubereitung Mini-Faschingskrapfen:

  • 1 kg Mehl
  • 120 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 8 Dotter
  • 60 g frische Germ
  • 1/2 l Milch
  • 3 cl Rum
  • eine Prise Salz
  • 1 EL Vanillezucker
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Fett zum Herausbacken
  1. Mehl in eine Schüssel geben, eine kleine Grube machen und darin ein Dampfl mit Germ, etwas Zucker und etwas lauwarmer Milch anrühren und etwas aufgehen lassen.
  2. Währenddessen die restliche Milch erwärmen, Butter darin schmelzen lassen und den Zucker hinzufügen.
  3. Etwas überkühlen lassen und die Dotter, Rum, eine Prise Salz, Vanillezucker und die abgeriebene Zitronenschale hinzufügen.
  4. Anschließend mit den übrigen Zutaten zu einem Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde aufgehen lassen (er sollte Blasen werfen).
  5. Den Teig in vier Teile teilen, auf ein bemehltes Tuch legen und wieder aufgehen lassen.
  6. Die Teilteile ca. 2cm hoch ausrollen und mit einem runden Ausstechen Krapfen ausstechen (ca. 6–6,5cm Durchmesser). Die Krapfen auf ein bemehltes Tuch legen und wieder gehen lassen bis sie sich in der Größe beinahe verdoppelt haben.
  7. Inzwischen in einer Kasserolle das Fett zum Herausbacken erhitzen. Krapfen mit der Oberseite zuerst einlegen und bei geschlossenem Deckel goldbraun backen. Nach 1–2 Minuten wenden und bei offenem Deckel goldbraun backen. Nach dem Auskühlen mit Marillenmarmelade füllen.

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Moizeit,
das Mundwerk

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