Melanzani-Paradeiser Linguine



Hochsaison im Gemüsebau! Letzte Woche wurde ich vom Biohof Pölzer reich beschenkt mit einer riesen Kiste Gemüse, die mein Geburtstagswochenende aber sowas von vollendet hat. Nicht nur in den Speisen, sondern auch als Tischdeko eignen sich die erntefrischen Schönheiten besonders gut. Eine meiner Freundinnen brachte eine Freundin aus Amerika mit, welche sogleich überrascht die Gemüsedeko inspizierte und meinte, dass ist in Amerika auch üblich, jedoch ist das Gemüse sogut wie immer aus Plastik. Umso erstaunter war sie dann darüber, wie schön und beinahe plastisch das Gemüse aus Österreich aussieht.

Doch die wahre Erleuchtung kam erst. Denn während wir uns auf Englisch auch über Kultivierungs-Methoden und Rezepte unterhielten, fiel auch das Wort Melanzani, und wie so oft wollte mir die Übersetzung dazu einfach nicht einfallen. Kein Wunder aber, so unlogisch mir die Übersetzung bisher war. Am Samstag folgte jedoch dann die Erleuchtung – mit den hübschen, weißen, kleinen Melanzani vom Biohof Pölzer, die die Erinnerung an Eier weckten. EGGPLANT ertönte es dann von allen Plätzen des Tisches. „Eh kloa“, war es dann mit diesen hübschen Gemüseraritäten vor uns. Keine Ahnung ob sich der Begriff wirklich von den kleinen weißen Melanzani ableitet, für mich ist die Erklärung jedenfalls logisch und ich werde von nun an den richtigen Begriff auch nie mehr vergessen.

Erstmalig wachsen auch in unserem Garten die Melanzani hervorragend und die ersten beiden lila-gestreiften Schönheiten konnte ich auch schon ernten. Sie gehören für mich ebenso zur Sommerküche wie Paradeiser und eine Kombi der beiden Gemüsesorten ist ohnehin das Non plus ultra.

Zeit also, meine Erinnerungen an die letzten Italien und Griechenland Urlaube hervorzuholen und eine Melanzani-Paradeiser Pasta auf den Tisch zu stellen, die uns für ein Essen lang ans Meer in den Süden versetzt.

Ich koche wirklich viel Pasta, zumal es Mittags meist einfach und schnell gehen muss und ich so richtig viel gutes, gschmackiges Gemüse verarbeiten kann. Bei heißen Temperaturen ist mir das lieber, als ein großer Braten oder deftige Eintöpfe. Doch die Melanzani-Paradeiser Pasta hat mich diesmal wirklich vom Hocker gehauen und ich kann sie euch einfach nicht vorenthalten. Ihr müsst sie unbedingt probieren! Gelingen wird sie euch auf alle Fälle!

Mein letztes Rezept für euch, ehe es mit der Feldküche für eine Woche auf den Berg, genauer gesagt auf den Krippenstein geht. Doch zuvor, ab morgen, bin ich für 3 Tage bei der Sommerfrische-Salzburgerland, wo wir herrliche Grillabende, gute Musik in einem traumhaften Ambiente am Obertrumersee genießen werden. Vielleicht treffe ich ja den ein oder anderen von euch dort? Würde mich freuen!

Pfiat eing God und bis bald mit Updates vom See oder Berg!

Das Mundwerk

Melanzani-Paradeiser Linguine

für 4 Personen

Zutaten

500 g Linguine

3 Melanzani

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

3 Datteln

1/2 kg Paradeiser

frischer Basilikum

frische Petersilie

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 EL Olivenöl

Zubereitung

Die Melanzani halbieren und danach in 1×1 cm große Stücke schneiden und mit etwas Salz bestreuen. Die Melanzani-Würfel auf einem Backblech verteilen, mit ca. 2 EL Olivenöl beträufeln, gut durchmischen und bei 200°C 25 Minuten backen.

Währenddessen die Linguine laut Packungsanweisung kochen.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, gewürfelten Zwiebel und Knoblauch darin anbraten. Die Paradeiser waschen und klein würfeln, ebenso die Kerne aus den Datteln entfernen und in kleine Stücke schneiden. Paradeiser und Datteln zum Zwiebel geben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Kräuter hacken und mit den weichen Melanzani-Würfeln zu der Paradeissauce geben. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.

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