Adrimarsch – das Mundwerk und Martin Kugler am Weingut Zechmeister



Am Wochenende war es soweit und unser Adrimarsch-Event ging über die Bühne. Schon als wir die Tischlerei zu einem Weingut (www.zechmeister-weine.at) umgebaut haben und ich meine Sommerküche eingerichtet habe haben wir von Veranstaltungen wie dieser geträumt. Wir wollten Wein und Kulinarik näher zusammenführen, alle an einen Tisch bringen, regionale Produzenten und Produkte dafür verwenden und gute Gespräche führen. Lange hat es gedauert bis ich mich endlich auch darüber getraut habe und alles dafür bereit war, und ich mit Martin Kugler (der früher in Blauen Gans gekocht hat und jetzt beim Fröhlichen Arbeiter in Apetlon beschäftigt ist) den idealen Partner gefunden.

Martin und ich haben beschlossen alle Gänge gemeinsam zuzubereiten, somit konnte jeder seine Stärken nutzen und so haben wir ein ganz tolles regionales Herbstmenü mit Schätzen der Region kreiert. Ich mag Martins Art zu kochen, denn das ist sehr puristisch, ohne viel Schnickschnack, ohne viele Gewürze und eins seiner wichtigsten Mittel ist Zeit. Zeit dass das Fleisch ideal ziehen kann, die Zwiebel schön langsam glasig wird und die Artischocke das volle Aroma entfalten kann.

Es war für mich auch eine tolle Möglichkeit die vielen kreativen Bereiche, die mich bewegen, zu bündeln und umzusetzen. So konnte ich mich auch bei der Gestaltung des Logos für den Abend austoben, bei der Blumendeko, der Auswahl der Teller (danke an die liebe Uli von Tonartbyuli), bei der hängenden Gräser-Installation und natürlich den Rezepten.

Gernot, mein Freund und Hausherr hat die Weinbegleitung des Abends übernommen und meine Schwägerin Ulli hat den Gästen alle Wünsche von den Lippen gelesen. Ich liebe es auch mit der Familie im Team zu arbeiten, das schweißt einen richtig zusammen, man kann gemeinsam wachsen und hat einen tollen Austausch.

Für das 5-Gänge Menü haben wir ganz tolle regionale Produkte aufgetrieben bzw. wurden uns manche auch zur Verfügung gestellt. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle! Wir durften mit dem Gemüse und den Artischocken vom Biohof Pölzer kochen, den 35cm dicken Rückenspeck von Jupp’s Mangalitza-Schwein verkochen, die Hanföl-Produkte von Biobloom, den Aal vom Fischfang Varga aus Gols, das Mehl von Elisabeth Unger aus Wallern in Brioche und Brot verarbeiten und vor allem auch ein großes Dankeschön an meinen Schwiegerpapa Helmut, der für uns auf die Jagd ging und damit für das Beste Rehfleisch sorgte.

Hier ein kleiner Einblick in das Menü:

Als kleines Häppchen vorweg gab es Aal-Tatar auf Nussbrot mit Apfelchips und dazu ein Stamperl mit heißem Fischfond. Danach folgte in Walnuss gewälzte Rehleberpastete auf einer Steinpilz-Reduktion, mit Brioche aus Purpurweizen und marinierten Trauben. Als zweite warme Vorspeise folgte eine Safran-Karfiolcreme mit pannonischem Safran von Hannes Pinterits, Seewinkler Belugalinsen, geröstetes Ofengemüse mit Butternusskürbis und frische, knackige Asia-Salate.

Unser persönliches Highlight war die Suppe, eine Artischockencremesuppe mit Hanföl, eine Strudelteigplatte aus Kamut und dazu den Lardo vom Mangalitzaschwein. Der Hauptgang bestand dann aus einer geschmorten Rehschulter, einem kurz gebratenen rosa Rehrücken, Erdäpfelstampf und Süßkartoffeln. Den süßen Ausklang machte eine Triologie aus Omas Lieblingen, nämlich Schokoladenmousse im Glas, Sauerrahmknödeln gewälzt in Hanfsamen auf Zwetschkenröster und ein Weingartenpfirsich-Sorbet.

In diesem Sinne bleibt mir nur mehr übrig DANKE zu sagen. Danke an alle die uns unterstützt haben, an alle die da waren um mit uns gemeinsam einen kulinarischen Abend zu verbringen. Danke auch für euer Feedback, ich spiele nun echt mit dem Gedanken so etwas in der Art nochmal zu veranstalten, denn es hat einfach riesig Spaß gemacht.

Pfiat eing God,

das Mundwerk

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