Somlói Galuska



Hierzulande auch: Somloer Nockerl! Sie sind Schicht für Schicht ein Genuss! Was viele nicht wissen: die heiß-begehrten Somloer-Nockerl haben ihren Namen von einem erloschenem Vulkan, dem Somló.

Der ungrische Inselberg ist dicht bewaldet und seit Jahrhunderten gibt es an seinen Hängen Weingärten. Der mineralreiche Boden ist der perfekte Lebensraum für viele Pflanzenarten und in den naturbelassenen Wäldern, mit ihren kleinen Wasserquellen fühlen sich viele Tierarten, vor allem auch zahlreiche Amphibien wohl.

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Die im Burgenland sehr bekannten bzw. auch österreichweit vertretenen Somloer Nockerl heißen auf ungarisch „Somlói Galuska“ und jedes Mal wenn ich sie auf einer Dessertkarte erspähe, stellen sie alle anderen Süßspeisen in den Schatten. Allerdings schmecken sie jedes Mal anders und einige Wirte ertränken sie regelrecht in Rum oder überhäufen sie mit zähen Rosinen. Nach richtig guten Somloer Nockerl muss man schon ne Weile suchen!

Ich wollte sie selbst mal versuchen und ja, was soll ich sagen – ich kann nicht widerstehen! Ab jetzt werden sie nur mehr selbstgemacht!

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Zubereitung Somlauer Nockerl

Teig:

5 Eier; 250g Kristallzucker; 3 EL Wasser; 200g Mehl; 1TL Backpulver; 3 EL Kakao

Füllung und Anrichten:

250ml Wasser; 50g Zucker; 5EL Rum; Rosinen (wer mag); Nüsse und Schlagobers zum Garnieren; 1 L Milch; 70 g Speisestärke; 70 g Zucker; 1 Vanilleschote; 3 Eigelb; 1 Prise Salz

  1. Eier, Zucker und 3 EL Wasser gut durchmixen – je flaumiger die Masse, desto besser werden die Somlauer Nockerl nachher. Mehl und Backpulver mit dem Kochlöffel unterheben. Die Masse teilen, zu einem Teil der Masse den Kakao einrühren.
  2. Bei Teile der Teigmasse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und bei 180°C ca. 20 Minuten backen.
  3. Währenddessen 250ml Wasser und 50g Zucker aufkochen, Rum und (wer mag) Rosinen dazu geben. Ich habe sehr wenig Rum verwendet weil auch Kinder meine Somloer Nockerl gegessen haben, also wer es gerne kräftiger mag kann ruhig noch ein paar Tropfen hinzugeben.
  4. Für den Pudding die Speisestärke mit ein wenig von der Milch anrühren. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und gemeinsam mit der ganzen Vanilleschote, dem Rest der Milch und dem Zucker erhitzen. Nach dem Aufkochen von der Platte ziehen, die Vanilleschote herausnehmen, die angerührte Speisestärke und die Dotter  in die heiße Milch einrühren und nochmal kurz aufkochen. Den Pudding immer wieder umrühren und wenn er fertig ist, mit einem feuchten Tuch abdecken und erkalten lassen.
  5. Sobald die Biskuitböden ausgekühlt sind, den hellen Boden in eine Form geben. Mit einem Löffel die Hälfte der Zucker-Rumrosinenmischung darüber träufeln und anschließend mit der Hälfte des Puddings bestreichen.
  6. Das dunkle Biskuit darauf legen, wieder den Zucker-Rumrosinenmix darüber träufeln und mit einer Schicht Pudding abschließen. Wer will kann gleich die gehackten Nüsse darüber verteilen. (oder erst beim Anrichten)

Am besten über Nacht in den Kühlschrank geben damit der Teig die Flüssigkeit gut aufsaugt.
Mit frischem Schlagobers, Schokoladensoße und Nüssen garnieren.

Zutaten:

Somlauer Nockerl Teig: 5 Eier; 250g Kristallzucker; 3 EL Wasser; 200g Mehl; 1TL Backpulver; 3 EL Kakao

Pudding & Rumwasser: 250ml Wasser; 50g Zucker; 5EL Rum; Rosinen (wer mag); Nüsse und Schlagobers zum Garnieren; 1 L Milch; 70 g Speisestärke; 70 g Zucker; 1 Vanilleschote; 3 Eigelb; 1 Prise Salz





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Kommentare

Mogersdorf | Zartgrau

[…] auch ein wenig Salz an den hausgemachten Nudeln und der Steinpilzsoße gefehlt hat, aber die Somlói Galuska, die ich mir zum Nachtisch bestellt hatte, waren einfach nur köstlich und derart reichlich, dass sie auch für zwei Personen gereicht […]


Maras Wunderland

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Ungarn – Heviz | Karl und Mechthild reisen

[…] mit saurer Sahne. Und der Wels kommt aus dem Balaton. Mein Welspaprikasch war vorzüglich. Und die Schomlauer Nockerln als Dessert waren wunderbar, aber die ganze Portion war eindeutig zu viel für meinen […]


Me

Liebe Melanie,

ich bin erst kürzlich auf denen Blog gestoßen und bereits ein großer Fan. Auch dein Kochbuch ist bereits bestellt – ich kann es kaum erwarten.

Als gebürtige Burgenländerin und leidenschaftliche Bäckerin möchte ich zu deinem Rezept etwas anmerken:

Ich bin in den 80er Jahren aufgewachsen und habe lange geglaubt, dass man Vanillepudding mit einer Fertigpulvermischung macht. Einfach weil ich das nur so gekannt habe. Inzwischen weiß ich, und das ist eigentlich witzig, dass selbstgemachter Vaniellepudding schneller geht als der fertige – und dass er natürlch vieieieieieiel besser schmeckt. Es kommen einfach alle Zutaten (Mehl, Zucker, Milch, Ei, etc.) in einen Topf, werden erhitzt und umgerührt – und fertig ist der Vanillepudding.

Und, glaub mir, deine Somloer Nockerl haben es verdient, dass sie ohen Fertigprodukt zubereitet werden.

Mein Lieblingsrezept für Somloer Nockerl stammt aus diesem Kochbuch:
http://esterhazy.at/de/weingut/spezialitaeten/700164/Das-Esterhazy-Kochbuch
(Da gibt es auch keinen Rum, schon gar nicht Unmengen davon, sondern – natürlich – richtigen ungarischen Barack…)

Alles Liebe,

Me


meli

Liebe Me,

vielen Dank für den Input. Ich muss ehrlich sagen ich musste mich an die Somloer Nockerl erst herantasten und in der Anfangszeit entstand dieses Rezept. Deshalb hat es auch eine Weile gedauert bis ich auch den Vanillepudding selbstgemacht habe. Ich gebe dir aber Recht, ich würde auch keine Packung mehr verwenden – auf alle Fälle hast du mich erinnert dieses Rezept hier upzudaten und auf den richtigen Stand zu bringen! 🙂

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Kochen!
Pfiat di God,
Meli