Minimalistische Ernährung für Familien / einfach besser essen



Einfach besser essen – das wollen wir doch alle. Doch oft sehen wir den Wald vor Bäumen nicht. Wenn wir bewusster einkaufen gehen, wieder mehr selber machen auf überflüssige Küchengeräte und Convenience-Produkte verzichtet ernähren wir uns und unsere Familie gesünder und können gleichzeitig Geld sparen. Vor allem ist es wichtig unseren Kindern schon von Beginn an eine gesunde Ernährung vorzuleben und reizvoll zu machen.

Wenn wir uns vor Augen führen was richtig gutes Essen für uns ausmacht, dann sind es nicht diverse Küchengeräte, Würzmischungen, Salatschalen-Sammlungen. Betrachten wir diese Aspekte genauer, sehen wir schnell: Gesund und vollwertig zu Essen hängt von uns selbst ab, und nicht von all der zusätzlichen Ausstattung und exotischen Zutaten. Achtet mal genauer darauf was ihr für die Zubereitung eurer Lieblingsspeisen wirklich

Ein gesunder Alltag und ein besonderes Esserlebnis

Wir werden überstimuliert an Werbebotschaften, Werbeanreizen und Convenience-Produkten. Betrachten wir alleine schon die Auswahl an aufgebackenem Brot- und Backwaren, Joghurts, Milch-Variationen und importierten Obstsorten (von Fleisch- und Wurstwaren spreche ich erst gar nicht), wird schnell klar dass das nicht die Zukunft sein kann. Ein Dschungel an Versuchungen – die uns alle aber weniger glücklich und meistens leider auch weniger satt machen. Ein Blick auf die komplexe Zitatenliste bestätigt die Vermutung, dass hier mehr Chemie, als Natur mit im Spiel ist.

Dabei ist eine minimalistische und ausgewogene Ernährung für Familien doch eigentlich so einfach: frische Lebensmittel, regionale Produkte, 1-2 Mal pro Woche frisches Brot- oder Gebäck für die Familie backen, eine Pizza gemeinsam selbst belegen, gesunde Müslis mischen und ein Klecks Naturjoghurt darauf. Es spricht auch nichts gegen ein gutes Butter- oder Marmeladenbrot. Doch achtet hierbei darauf echte, gute Bio-Butter (anstatt mit Palmöl produzierter Margarine) zu verwenden und selbstgemachte Marmeladen mit der vollen Frucht sind natürlich immer zu bevorzugen.

Es gibt so viele Möglichkeiten und darin steckt so viel mehr Liebe. Für unsere Kinder. Für unsere Umwelt.

Schritt für Schritt zu einem besseren und einfacheren Esserlebnis

Hier gebe ich euch ein paar Tipps, wie ihr zu einem besseren Esserlebnis gelangen könnt und euch und eurer Familie etwas Gutes tut.

  • Werft eure alten Gewohnheiten über Board (das Stück Schoko nach dem Mittagessen, das Croissant zum Frühstück, eine Cremeschnitte wenn Besuch kommt, cm-dick Butter aufs Brot)
  • Vergesst „alte“ Ernährungsweisheiten eurer Kindheit (eine Packerlsuppe ist gesund und wärmt, Kinder müssen aufessen)
  • Sorgt für eine angenehme Atmosphäre am Tisch. Der Tisch ist das Zentrum des Geschehens, hier werden Geschichten erzählt, Zutaten besprochen, Menüpläne geschmiedet und das gemeinsame Beisammensein bei gutem Essen wird hier zelebriert
  • Startet ausgewogen und gesund in den Tag. Ein Müsli mit Obst eignet sich dazu perfekt, oder aber auch ein wärmendes Porridge mit Banane, Apfel und Mandelmus. Wir lieben aber auch selbst gemachtes Sauerteigbrot mit dünn aufgestrichener Butter, regionalem Honig und Hanfsamen.
  • Bindet die ganze Familie in die Speisen-Zubereitung mit ein. Jeder darf ein paar Zutaten holen und schneiden, oder sogar selbst wählen. Die Ergebnisse werden euch überraschen!
  • Legt die Wochen-Menüpläne gemeinsam fest.
  • Verabschiedet euch von unnötigen Küchengeräten und Ballast in der Küche. Das schafft mehr Raum für kreative Koch-Ideen und mehr Zeit, denn ihr müsst nicht ständig nach allem suchen.
  • Macht euch keinen Druck. Ihr könnt alles schaffen und schon die kleinsten Schritte bringen euch vorwärts.

In nächster Zeit wird eine Reihe an Beiträgen aus der Serie „Minimalistische Ernährung für Familien“ geben. Um etwas hineinzuschnuppern verrate ich euch heute noch ein schnelles und super schmackhaftes Topf-Brot Rezept mit Natursauerteig. Solltet ihr einen Sauerteig benötigen und ihr wohnt in meiner Nähe (Gols) gebe ich euch gerne auch etwas von meinem Sauerteig ab. 🙂

Ich wünsche euch und euren Liebsten alles Gute.

Kleines Dinkelvollkorn-Topfbrot

für 4 Personen

Zutaten

300 g Dinkelvollkornmehl

150 g Roggenvollkornsauerteig

220 ml lauwarmes Wasser

10 g Salz

eventuell Brennesselsamen oder getrocknete Blätter, Thymian oder Rosmarin

Die Zutaten in eine Rührschüssel geben und den Teig mit der Hand schlagen bis der Kleber ausgearbeitet ist. Der Teig ist sehr flüssig, dadurch wird das Brot besonders saftig. Einen kleinen Topf (ohne Plastikgriffe) oder eine kleine Auflaufform oder Kuchenform mit Öl befetten und die Teig einfüllen. Mit etwas Mehl fein bestauben. Den Teig ca. 1,5 h gehen lassen bis er an der Oberfläche leichte Risse hat. Danach das Brot 10 Minuten bei 250°C Ober- und Unterhitze backen und danach bei 180°C 40 Minuten fertig backen.

Vollständig auskühlen lassen und mit guter Biobutter und Apfel genießen.

Bild von Mozarellaterrine

das könnte dir auch gefallen

Mozarellaterrine à la Eva





Kommentar schreiben

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

*


Kommentare